Maibaumklau nimmt gutes Ende – Spende für Petoe-Tagesstätte

Die Haisl-Crew überreichte aus dem Verkaufserlös des geklauten Maibaums  1000 Euro an die Lebenshilfe-Tagesstätte in Erbendorf.

Die Haisl-Crew überreichte aus dem Verkaufserlös des geklauten Maibaums 1000 Euro an die Lebenshilfe-Tagesstätte in Erbendorf.

Mit ihrem spektakulären Maibaumklau sorgten die Buben vom Hauxdorfer Haisl Anfang Mai für Furore. Denn statt der erwarteten Auslöse bekamen sie eine Anzeige. Der Maibaumbesitzer hatte keinen Sinn für altes Brauchtum und
schaltete die Polizei ein. Über die Geschichte vom nicht eingelösten Maibaum berichtete auch das Fernsehen bayernweit.
Mehrere Versöhnungsversuche mit dem „geschädigten“ Land- und Teichwirt aus Kötzersdorf blieben ohne Erfolg. Und so mussten sich die Maibaumdiebe aus Hauxdorf etwas anderes überlegen, was mit dem Beutestück zu geschehen habe. „Wir wollten den Baum nicht ohne Auslöse zurückgeben, aber auch nicht für uns selbst verwenden“, meint Florian Schmidt einer der Maibaumdiebe.
Die Haisl-Crew hatte schließlich die Idee, den Baum zu Gunsten einer guten Sache zu veräußern. So fand nun in Hauxdorf ein zünftiges Fest statt, bei dem der „Schandbaum“ scheibchenweise verkauft wurde. Ruckzuck war der Baumstamm verkauft. Nicht zum Eigennutz, wie die Haisl-Leut betonen. „Wir wollen mit dem Verkauf des Maibaums ebensowenig verdienen wie mit dem Überschuss dieses Festes“, so Schmidt.
Und so übergaben die Maibaumdiebe an die Heilpädagogische Tagesstätte der Lebenshilfe in der Erbendorfer Steinwald-Klinik eine ansehnliche Spende von 1000 Euro. Erzieherin Sabine Benker freute sich sichtlich über das Engagement
der jungen Leute und stellte ihnen die Einrichtung vor. So hat der Maibaumdiebstahl letztendlich doch noch einen positiven Ausgang gefunden. Am Tag der Spendenübergabe erhielten die Jungs übrigens den Bescheid der
Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren eingestellt wurde.

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