Lebenshilfe auf dem richtigen Weg

Inklusive Gesellschaft das Ziel – Kreisvereinigung zieht Jahresbilanz – Umsätze leicht gestiegen

Für eine inklusive Gesellschaft tritt die Lebenshilfe Kreisvereinigung in Mitterteich  ein. Da laufen auch Bürgermeister Roland Grillmeier und Geschäftsführer  Berthold Kellner (von links) beispielhaft voran.

Für eine inklusive Gesellschaft tritt die Lebenshilfe Kreisvereinigung in Mitterteich ein. Da laufen auch Bürgermeister Roland Grillmeier und Geschäftsführer Berthold Kellner (von links) beispielhaft voran.

„Die Herausforderung, eine inklusive Gesellschaft zu gestalten, benötigt Geduld und Ausdauer.“ Vorsitzender Karl Haberkorn ging in der Jahresversammlung der Lebenshilfe Kreisvereinigung im Kulturcafé Lebensart auf den „langen und nicht immer einfachen Weg“ bei der Einführung der inklusiven Klasse an der Grundschule Mitterteich ein.
An der Theobald-Schrems-Grundschule können nun Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Geleitet werden die Klassen von den beiden Konrektorinnen Gudrun Lehner (Grundschule) und Anne Geiger (Förderzentrum). Als bedeutend bezeichnete Haberkorn die Tatsache, dass künftig ein Mensch mit Behinderung im Vorstand und im Beirat der Lebenshilfe Kreisvereinigung mitwirken wird.

Überregionale Beachtung fand das im August gestartete Modellprojekt „Inklusive Gemeinde im ländlichen Raum am Beispiel der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich“. Sowohl auf Bundes-, als auch auf Landesebene werde die Entwicklung dieses Projekts mit großem Interesse verfolgt. Abschließend dankte Haberkorn allen Helfern und Mitarbeitern für ihren außergewöhnlichen Einsatz beim Benefizlauf und beim Bayerischen Theaterabend in Konnersreuth.
Beide Veranstaltungen bezeichnete er als Höhepunkte. Sie ermöglichten den Menschen mit Behinderung, am öffentlichen Leben mitzuwirken. „Die Lebenshilfe ist auf dem richtigen Weg.“ Geschäftsführer Berthold Kellner stellte den Geschäftsbericht vor, die Umsätze seien leicht angestiegen. Besonders der Familienentlastende Dienst/Offene Behindertenarbeit habe ein Umsatzplus von 60 Prozent erzielt.
Weitere Entwicklungspotenziale sah Kellner im Bereich der offenen Behindertenarbeit für erwachsene und ältere Menschen. Positiv nannte er die vielfältigen Kooperationen, ob mit dem Mehrgenerationenhaus in Mitterteich, dem BRK oder anderen Vereinen. Weiter gab Kellner Einblicke in die Arbeit der Lebenshilfe. So wurde, um einen wirtschaftlichen Kurswechsel herbeizuführen, eine grundlegende Umstrukturierung des Integrationscafés, dem Aushängeschild von „Arbeit und Lebenshilfe“, vorgenommen.
Kellner zeigte sich erfreut über die stabilen Umsatzzahlen des Reinigungsdienstes, der neben den eigenen Einrichtungen, auch öffentliche und private Objekte reinigt. Als zufriedenstellend bezeichnete der Sprecher die Umsätze in der Buchhandlung St. Peter in Tirschenreuth. Für die kommenden Jahre kündigte Kellner an, neue Aufgabenfelder erschließen zu wollen, nicht zuletzt dadurch, weil sich durch die voranschreitende Inklusion auch die künftigen Aufgaben der Lebenshilfe verändern werden.

Leave a Reply